{"id":9567,"date":"2021-10-21T07:02:02","date_gmt":"2021-10-21T05:02:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.questionpro.de\/?p=9567"},"modified":"2025-10-06T03:06:28","modified_gmt":"2025-10-06T10:06:28","slug":"kundenbefragung-beispiel-tipps-vorlage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.questionpro.com\/blog\/de\/kundenbefragung-beispiel-tipps-vorlage\/","title":{"rendered":"Kundenbefragung durchf\u00fchren: Beispiele, Tipps, Vorlage, Software, Analyse"},"content":{"rendered":"\n\n

Kundenbefragung: Definition<\/h2>\n

Der Begriff Kundenbefragung wird h\u00e4ufig eng assoziiert mit Befragungen zur Zufriedenheit von Kunden. Dabei ist der Begriff Kundenbefragung viel weiter zu fassen, n\u00e4mlich als eine Sammelbezeichnung von Methoden zur Gewinnung und Analyse von Daten zur Erlangung von Erkenntnissen hinsichtlich der Zufriedenheit, des Kauf- und Verbrauchverhaltens, des Markenbewusstseins und der Markentreue, der Erwartungen und W\u00fcnsche, der Loyalit\u00e4t, des Engagements sowie der Interaktionserfahrung et al. von Kunden UND Interessenten eines Unternehmens.<\/p>\n

Kundenbefragung im Wandel: Rasante Entwicklung durch technologischen Fortschritt<\/h3>\n

Aufgrund der rasanten Entwicklung von Befragungstechnologien haben sich im Laufe der Zeit auch die Methoden zur Durchf\u00fchrung von Kundenbefragungen arg gewandelt. W\u00e4hrend vor einiger Zeit aus Gr\u00fcnden der Kosteneffizienz klassische Kundenbefragungen nach heutiger Betrachtung eher selten durchgef\u00fchrt wurden, so spricht man heute gar von Befragungsm\u00fcdigkeit oder \u00dcberfragung. Denn im Gegensatz zu fr\u00fcher erreichen Unternehmen und Marktforschungsinstitute ihre Zielgruppe dank Internet und Smartphone weitaus schneller, kosteng\u00fcnstiger und vor allem \u00fcberall und zu jeder Zeit. Insbesondere standardisierte, quantitative Kundenbefragungen, die sowohl unkompliziert erstellt und einfach distribuiert als auch mit wenigen Mausklicks oder Fingertips beantwortet werden k\u00f6nnen, erleben derzeit Hochkonjunktur.<\/p>\n

Qualitative Kundenbefragungen werden immer einfacher und kosteneffizienter durchf\u00fchrbar<\/h3>\n

Auch die qualitativen Methoden der Kundenbefragung haben sich ver\u00e4ndert. Nehmen wir das Beispiel der Fokusgruppen-Diskussion. Hier musste fr\u00fcher viel Aufwand betrieben werden, um Diskussionsteilnehmer zu rekrutieren und zusammenzubringen. Es musste wortw\u00f6rtlich ein „Raum“ hierf\u00fcr geschaffen werden, es entstanden Kosten f\u00fcr Reisen und Materialien. Fokusgruppen-Diskussionen finden heute zum allergr\u00f6\u00dften Teil online statt mit modernen Technologien wie Videochats, virtuellen Idea-Boards, Sprachaufzeichnung und automatischer Transkription des Gesagten mittels Spracherkennung. Hinzu kommt die semantische Textanalyse, die mit Hilfe k\u00fcnstlicher Intelligenz sogar in der Lage ist, aus blo\u00dfen Textkommentaren auf das Pers\u00f6nlichkeitsprofil des Urhebers zu schlie\u00dfen.<\/p>\n

Von der Kundenbefragung zur Touchpoint Analyse<\/h2>\n

Die Kundenbefragung hat sich nicht nur hinsichtlich der H\u00e4ufigkeit der Durchf\u00fchrung gewandelt. Auch methodisch hat sich hier viel ver\u00e4ndert. W\u00e4hrend in Kundenbefragungen fr\u00fcher eher eine ganze Batterie von Fragen enthalten war, um m\u00f6glichst viele Informationen auf einmal zu gewinnen, so werden Kundenbefragungen heutzutage in der Regel „aufgesplittet“, und zwar interaktionsbasiert. Das bedeutet, dass Kunden immer dann befragt werden, wenn diese in Ber\u00fchrung mit den Produkten, Marken oder Dienstleistungen eines Unternehmens kommen, etwa bei einer telefonischen Anfrage, nach einem Bestellvorgang oder auch nach einem Bestellabbruch, nach einer Supportanfrage oder bei einer Reklamation.<\/p>\n

Beispiel: Unboxing-Befragung<\/h3>\n

Ein weiteres Beispiel f\u00fcr eine solche interaktionsbasierte Kundenbefragung ist die sogenannte „Unboxing-Befragung“. Wenn Kunden ein Produkt aus der Verpackung holen und dieses das erste Mal in die Hand nehmen, soll dies f\u00fcr Kunden ein echtes „Erlebnis“ sein. Um dies sicherzustellen, legen Unternehmen Zettel in die Verpackung, die in der Regel einen QR Code oder eine URL enthalten, welche zu einem Online-Fragebogen f\u00fchren. Hier k\u00f6nnen Kunden dann das „Unboxing-Erlebnis“ bewerten.<\/p>\n

Diese Form der interaktionsbasierten Kundenbefragung nennt man Touchpoint Analyse. Im folgenden Artikel m\u00f6chten wir Ihnen den Begriff Touchpoint Analyse n\u00e4her erkl\u00e4ren und mit Hilfe von Beispielen verst\u00e4ndlich machen.<\/p>\n

Touchpoint Analyse: Definition<\/h2>\n

Touchpoint Analysen sind Mikro-Kundenbefragungen an den Ber\u00fchrungspunkten zwischen Kunden und Ihrem Unternehmen, Ihren Produkten, Marken und Dienstleistungen, die in der Regel aus einer bis maximal drei oder vier Fragen bestehen sollten. Immer dort, wo Kunden mit Ihrem Unternehmen in Ber\u00fchrung kommen, sollten Sie Ihre Kunden nach deren Erfahrungen und Erlebnissen befragen. Innovative Unternehmen f\u00fchren mittlerweile nicht mehr nur einmal j\u00e4hrlich die klassische, allumfassende Kundenbefragung durch, sondern bedienen sich der Methode der Touchpoint Analysen und befragen ihre Kunden regelm\u00e4\u00dfig und interaktionsbasiert. Das bringt einige Vorteile mit sich. Zum einen erhalten Unternehmen, die regelm\u00e4\u00dfig Kundenbefragungen in Form von Touchpoint Analysen durchf\u00fchren, Echtzeitfeedback seitens der Kundschaft, also ungefilterte R\u00fcckmeldungen im unmittelbaren Eindruck des Kundenerlebnisses. Zum anderen sind Touchpoint Analysen weitaus „feingranulierter“ in der Fragestellung, da sie sich auf konkrete Interaktionen beziehen. Eine einmalige Kundenbefragung pro Jahr k\u00f6nnte das definitiv nicht leisten. Wer erinnert sich etwa nach etlichen Monaten, ob ein Bestellprozess reibungslos verlief oder wie schnell eine Beschwerde bearbeitet wurde.<\/p>\n

Touchpoint Analysen: Identifizieren Sie Schwachstellen in der Interaktion mit Ihren Kunden und Interessenten<\/h2>\n

In dicht gedr\u00e4ngten M\u00e4rkten kommt es darauf an, die Wege des Kunden von der Erstwahrnehmung bis zum After Sales Service so positiv wie m\u00f6glich zu gestalten und negative Kundenerfahrungen zu eliminieren! Denn jede schlechte Erfahrung, die Ihre Kunden mit Ihrem Unternehmen machen, kann und wird den Kaufprozess in negativer Weise beeinflussen!<\/p>\n

Ein systematisches Management aller Ber\u00fchrungspunkte (Touchpoint Management) zwischen Kunden, Unternehmen, Produkten und Marken wird Kundenerlebnisse deutlich verbessern und den Umsatz somit unweigerlich steigern. Einer Studie des Beratungsunternehmens ESCH zufolge kann ein professionelles Touchpoint-Management den Umsatz um bis zu 22% steigern und die Investitionen zugleich um 16% senken! Gleichzeitig steigt die Kundenzufriedenheit deutlich um 35%. Die Markenbekanntheit von Unternehmen, die ein professionelles Touchpoint Management betreiben, liegt 29% \u00fcber dem Wettbewerb. Das sind deutliche zahlen!<\/p>\n

Vorgehensweise bei Touchpoint Analysen<\/h2>\n

Wie oben bereits beschrieben erfolgt im Gegensatz zur klassischen Kundenbefragung die Touchpoint Analyse eher bezogen auf einzelne Kundeninteraktionen, etwa der Abschluss eines Bestellprozesses, die Bewertung von Content auf einer Website, der Check-Out aus einem Hotel oder beispielsweise im Anschluss an einen Support- oder Beschwerdefall. Um wirklich sinnvolle Touchpoint Analysen im Rahmen einer Kundenbefragung durchzuf\u00fchren, m\u00fcssen Sie also wissen, welche Kontaktpunkte, also Touchpoints, es \u00fcberhaupt zu Ihren Kunden gibt. Diese gilt es zu identifizieren. Denn nur wenn Sie auch tats\u00e4chlich wissen, wo Sie Ihren Kunden begegnen, k\u00f6nnen Sie dort auch Mikro-Kundenbefragungen durchf\u00fchren und somit wertvolle Daten zur Analyse Ihrer Touchpoints gewinnen und letztendlich an jedem dieser Ber\u00fchrungspunkte auch entsprechend positive Kundenerlebnisse schaffen. Folgend finden Sie das Ablaufschema einer Touchpoint Analyse.<\/p>\n

IDENTIFIZIEREN: <\/span><\/strong>Wo bestehen Ber\u00fchrungspunkte zwischen Ihrem Unternehmen und Ihren Kunden? Zeichnen Sie den Weg Ihrer Kunden und Interessenten von der Erstwahrnehmung bis zum After Sales Service nach. Die Summe aller Touchpoints, mit denen Ihre Kunden von der Erstwahrnehmung Ihrer Produkte, Marken und Dienstleistungen bis hin zum Kauf und After Sales Service in Ber\u00fchrung kommen, nennt man\u00a0 Customer Journey<\/p>\n

MESSEN & BEWERTEN<\/strong>: <\/span>Befragen Sie Ihre Kunden nach jeder Interaktion an m\u00f6glichst allen Ber\u00fchrungspunkten innerhalb des Kaufprozesses. Erhalten Sie somit einen tiefgehenden Einblick, an welchen Stellen des Kaufprozesses es hakt und wo es gut l\u00e4uft. QuestionPro bietet f\u00fcr die Durchf\u00fchrung von Kundenbefragungen und Touchpoint Analysen eine funktionsumfassende Customer Experience Management Plattform.<\/p>\n

OPTIMIEREN<\/strong>: <\/span>Auf Basis der gewonnen Umfragedaten k\u00f6nnen Sie nun s\u00e4mtliche negativen Erfahrungen beseitigen und positive Erfahrungen schaffen, die Ihre Kunden w\u00e4hrend des Kaufprozesses machen. Steigern Sie mit Touchpoint Analysen Ihren Umsatz und senken Sie Investitionen!<\/p>\n


\n

\"Kundenbefragung<\/a><\/p>\n

Beispiel einer Customer Journey<\/a>: Hier sehen Sie verschiedene m\u00f6gliche Ber\u00fchrungspunkte Ihrer Kunden mit Ihren Produkten, Marken und Dienstleistungen. An jedem dieser Ber\u00fchrungspunkte sollten Sie Kundenbefragungen in Form von Touchppoint Analysen durchf\u00fchren.<\/p>\n

\n

„F\u00fcr die Feedback-Auswertung aller Touchpoints ist QuestionPro eine tolle Wahl, um schnell und einfach Frageb\u00f6gen zur Gewinnung von Kundenfeedback zu erstellen und diese \u201eIn-Time“ anpassen zu k\u00f6nnen. Das gute Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis hat uns ebenso \u00fcberzeugt, wie der erstklassige Support bei QuestionPro.“<\/p>\n<\/blockquote>\n

Theresa Seibel, Abteilungsleitung Marketing & Kommunikation, reuter europe GmbH<\/p>\n

Beispiele von Methoden und Anwendungen zur Durchf\u00fchrung von Kundenbefragungen<\/h2>\n

Die einfachste aller Methoden, um eine Kundenbefragung zu verteilen, ist der Versand des Fragebogen-Links per Serien-Email an all Ihre Kunden. Das macht bei einer „klassischen“ Kundenbefragung auch durchaus Sinn. Wenn Sie aber Kundenbefragungen in Form von Touchpoint Analysen durchf\u00fchren, dann wird die Sache schon trickreicher! Denn letztendlich m\u00f6chten Sie Ihre Kunden interaktionsbasiert an allen m\u00f6glichen Kontaktpunkten befragen. Wir zeigen Ihnen hier einige Beispiele, wie Sie Kundenbefragungen an den Touchpoints zu Ihren Produkten, Marken und Dienstleistungen durchf\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n

Kundenbefragung via Feedback Terminal<\/h3>\n

Die Nutzung eines Feedback Terminals ist dann sinnvoll, wenn Sie Ihren Kunden die Abgabe von Feedback quasi im „Vorbeigehen“ erm\u00f6glichen m\u00f6chten. Ein Feedback Terminal findet quasi in jedem Store, in Wartebereichen, an Ausg\u00e4ngen oder etwa in Fluren platz, entweder angebracht an einer Wand oder auf einem St\u00e4nder. Mit Feedback Terminals k\u00f6nnen Sie Ihre Kunden gezielt im Eindruck der Kundenerfahrung befragen, etwa ob die Wartezeiten zu lang waren, ob R\u00e4ume ansprechend gestaltet sind oder der Service zufriedenstellend war. Da Kunden sich in der Regel nicht lange mit Befragungen besch\u00e4ftigen m\u00f6chten, macht es Sinn, eine einzelne, einfache Frage zu stellen, die per Fingertip \u00fcber das Touch-Display beantwortet werden kann. Wenn Sie mehrere Fragen stellen m\u00f6chten, dann k\u00f6nnen Sie diese auch einfach variieren, so dass jedem Kunden eine andere Fragen pr\u00e4sentiert wird. Feedback-Terminals machen eine Kundenbefragung im Vorbeigehen m\u00f6glich!<\/p>\n

Feedback Tab<\/h3>\n

Feedback-Tabs auf der Website sind eine sehr „seri\u00f6se“ Variante der Kundenbefragung, denn Website-Besucher m\u00fcssen den Tab (Button) proaktiv anklicken, um eine R\u00fcckmeldung zu den Produkt-Informationen, zur Usability oder einfach um Anregungen oder allgemeine Kritik loszuwerden. Im Gegensatz zu Pop-Ups oder aus heiterem Himmel erscheinende und oft auch nervige Layer, die sich \u00fcber die Website legen, ist das Feedback eine sehr sympathische Variante der Aufforderung zum Kundendialog.<\/p>\n

Online Intercept Befragungen<\/h3>\n

Intercept-Befragungen sind ein m\u00e4chtiges Tool zur Gewinnung von Feedback im Rahmen von Kundenbefragungen und Touchpoint Analysen. So ist es zu Beispiel m\u00f6glich, Befragungen w\u00e4hrend des Besuchs Ihrer Website via Layer, Pop-Up oder aber als eingebetteten HTML-Code nur dann erscheinen zu lassen, wenn die Besucher bestimmten Kriterien entsprechen, etwa aus einer bestimmten Region kommen, \u00fcber bestimmte Keywords oder von bestimmten Suchmaschinen auf Ihre Website gesto\u00dfen sind. Aber auch die Auswahl aufs Geratewohl ist selbstverst\u00e4ndlich m\u00f6glich, also die Auswahl der Befragungsteilnehmer nach dem Zufallsprinzip.<\/p>\n

Exit-Befragungen<\/h3>\n

Exit-Befragungen sind typische Befragungsanwendungen im Rahmen von Touchpoint Analysen. Hierbei wird Web-Besuchern, die im Begriff sind de Website zu verlassen, eine Layer-Befragung dargeboten, etwa zu den Gr\u00fcnden des Abbruchs des Websites-Besuch oder Fragen zur Usability.<\/p>\n

Check Out Befragungen<\/h3>\n

Im Gegensatz zu Exit-Befragungen, die immer dann auftauchen, wenn Besucher Ihrer Website diese verlassen, werden Check Out Befragungen dazu genutzt um herauszufinden, ob eine Interaktion, in der Regel ein Bestellprozess, reibungslos verlaufen ist oder ob es Herausforderungen f\u00fcr die Kunden gegeben hat. Bricht zum Beispiel ein Website-Besucher einen Bestellprozess ab, so ist es m\u00f6glich, diesem eine Befragung zu pr\u00e4sentieren, die darauf abzielt zu ermitteln, aus welchen Gr\u00fcnden die Bestellung abgebrochen wurde. Typische Fragestellungen sind hierbei folgende:<\/p>\n