In einer komplexen, von Informationen überfluteten Zeit lautet die Frage, die sich Führungskräfte stellen, nicht mehr: „Haben wir genug Daten?“, sondern vielmehr: „Treffen wir damit die richtigen Entscheidungen?“ – und in diesem Zusammenhang hat die KI in verschiedenen Branchen ihre Bedeutung gefunden.
In einem kürzlich geführten Gespräch mit Samir Sayani, Global Head of AI Products & Strategic Partnerships bei QuestionPro, und Louise Keeley, Head of Advanced Analytics bei Bain & Company, haben wir untersucht, wie künstliche Intelligenz die Art und Weise verändert, wie Unternehmen Erkenntnisse über Verbraucher generieren, interpretieren und darauf reagieren.
Der Aufstieg der Entscheidungsintelligenz
Laut Louise wird der Schwerpunkt im Jahr 2025 und darüber hinaus auf dem Sammeln besserer Daten und dem Treffen schnellerer, intelligenterer Entscheidungen liegen.
„Die Gewinner werden diejenigen sein, die Daten schnell in Maßnahmen umsetzen können“, erklärte sie.
KI ist nicht mehr nur ein Werkzeug für die Datenverarbeitung, sondern ein wichtiger Bestandteil der modernen Infrastruktur für die Entscheidungsfindung. Viele große Unternehmen erhöhen ihre KI-Investitionen, insbesondere in den Bereichen Kundenstrategie, Segmentierung und Innovation.
Vorausschauende Unternehmen sind:
- Einsatz von KI zur Simulation des Verbraucherverhaltens vor der Einführung neuer Produkte
- Aufbau von adaptiven Feedback-Schleifen zur Feinabstimmung der Strategie in Echtzeit
- Erstellung synthetischer Personas zur Bereicherung und Diversifizierung der Segmentierungsarbeit
Forschung mit synthetischen Daten
Samir und Louise sprachen auch über die wachsende Bedeutung synthetischer Daten für die Beschleunigung der Forschung. Mit synthetischen Daten können Forscher verschiedene Verbraucherszenarien simulieren, die Kosten für die Feldarbeit senken und Konzepte schneller testen, als dies mit herkömmlichen Methoden möglich ist. Sie betonten jedoch schnell, dass synthetische Daten hochwertige reale Daten ergänzen und nicht ersetzen sollten.
Aber auch im Zeitalter der KI ist der menschliche Verstand unersetzlich, wie Louise klarstellte. „KI ist ein Co-Pilot, kein Autopilot“, sagte sie. Die effektivsten Forschungsteams sind diejenigen, die menschliches Urteilsvermögen mit maschineller Präzision kombinieren und dabei ethische Strenge und strategische Perspektive wahren.
Blick in die Zukunft: KI in der Forschung ist unvermeidlich, aber der Reifegrad variiert
Nicht alle Unternehmen sind gleichermaßen bereit, KI in großem Umfang einzuführen. Louise betonte, wie wichtig es ist, den KI-Reifegrad Ihres Unternehmens zu bewerten:
- Einige Teams sind bereit für eine vollständige KI-Integration
- Andere sind noch dabei, die Herausforderungen bei der Dateninfrastruktur und -qualität zu bewältigen
- Viele beginnen gerade erst mit Pilotprojekten, die an bestimmte Anwendungsfälle gebunden sind.
„Der Schlüssel ist, dort anzufangen, wo Sie stehen, mit einem klaren Anwendungsfall und einem messbaren Ergebnis.
Louise Keeley | Head of Advanced Analytics at Bain & Company
Führungskräfte sollten sich auf messbaren ROI, ethische KI-Nutzung und funktionsübergreifende Zusammenarbeit zwischen Forschungs-, Analyse- und Produktteams konzentrieren, um sicherzustellen, dass KI nicht zu einer isolierten Initiative wird.
Was sollten Fachleute für Einblicke heute tun, um sich vorzubereiten?
Beginnen Sie damit, KI in kleinen Schritten einzusetzen. Tools wie ChatGPT oder Claude können leistungsfähige Schreib- und Rechercheassistenten sein. Wenn Sie sie noch nicht nutzen, ist es jetzt an der Zeit, damit anzufangen. Setzen Sie sie verantwortungsbewusst ein – vor allem, wenn Sie keinen Enterprise-Plan haben -, aber warten Sie nicht auf Perfektion. Sie lernen am besten, indem Sie experimentieren.
Zweitens: Bleiben Sie neugierig. Lesen Sie über aufstrebende Unternehmen und Anwendungsfälle. Fragen Sie Ihre Kollegen, welche Tools sie gerade ausprobieren. Erkundigen Sie sich bei Anbietern, die KI in ihr Angebot integrieren, und ziehen Sie in Erwägung, eine ihrer Lösungen zu testen. Schon ein Gespräch mit diesen Anbietern kann aufschlussreich sein.
Drittens: Stellen Sie den Menschen in den Mittelpunkt. Wir müssen authentische menschliche Stimmen in den Daten bewahren und sicherstellen, dass bei der Analyse echtes menschliches Fachwissen zum Tragen kommt. KI sollte dazu dienen, die menschliche Stimme zu verstärken, nicht sie zu ersetzen. Und auf der analytischen Seite kann nichts die gelebte Erfahrung, den kulturellen Kontext und ein nuanciertes Verständnis ersetzen.
Und schließlich sollten Sie bei immer leistungsfähigeren KI-Modellen nicht vergessen, dass es sich immer noch um Modelle handelt – um Repräsentationen, nicht um die Realität. Sie können genauer oder vollständiger erscheinen, als sie tatsächlich sind. Aus diesem Grund ist Fachwissen wichtiger denn je. Studien zeigen, dass Experten in der Regel mehr aus diesen Tools herausholen, weil sie wissen, wie sie die Qualität beurteilen und Lücken erkennen können.
Die KI verändert bereits die Art und Weise, wie Marktforschung betrieben wird. Ihr Erfolg hängt jedoch von einer verantwortungsvollen Führung, einer durchdachten Integration und dem Engagement ab, den Menschen – und seine Erkenntnisse – in den Mittelpunkt des Prozesses zu stellen.
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